Reisebericht: Auf naturheilkundlischer Entdeckungstour im tropischen Amerika

Ich hatte etwas Burnout und nachdem meine Familie super unschlüssig war, was sie wollen (hier gibt’s zwei Teenager, die sich nie einigen können) entschied ich einfach: 1 Woche gechillt Holland mit Familie und dann hau ich alleine zu meinen besties in die USA ab.

Einfach mal
Alleine sein.

Ohne Kids. Ohne Verpflichtung. Ins tropische St. Pete, Florida, Nach Philadelphia und nach Avalon an der Jersey Shore.

Besonders in Florida begeistert mich jedesmal die wundervolle exotische Pflanzenpracht und in der Nachbarschaft meiner Freundin wusste von ich einen Kräuterladen, der sich inzwischen in ein Cafe und eine Naturheilpraxis weiterentwickelt hatte. Dort lernte ich ein paar Kräuterschülerinnen kennen, die mich direkt an ihre Ausbildungsstätte, “Traditions, School of Herbal Studies” verwiesen.

Hoch interessiert schaute ich mir die Schule an. Diverse Ärzte, Heilpraktikerinnen und Botanikerinnen unter einem Dach. Ein Traum!! Und dazu noch ein kleiner botanischer Garten mit Lernpflanzen hinter dem Haus. Bob, der Gründer der Schule, der übrigens seine Kindheit bei Frankfurt verbringen durfte, war sofort von dem Interesse der internationalen Pharmabotanikerin und Kräuterfrau angetan, und gab meiner Freundin und mir eine private Tour durch den Medizin-Jungle.

Er zeigte uns ganz unterschiedliche Pflanzen: von den Pflanzen für den traditionellen Ayahuasca-Trank über jamaikanischen Hibiskus, Fischminze und wilde Gurke bis zum duftenden Ylang-Ylang-Baum. Dazu kamen der Gumbo-Limbo-Baum, der Kratombaum, wilder Yams und die amerikanische Schönfrucht, hier „Beautyberry“ genannt, mit ihren leuchtend violetten Beeren.

Auch die Yaupon-Stechpalme war dabei, eine der wenigen in Nordamerika heimischen Pflanzen, deren Blätter Koffein enthalten. “So, wie Yerbat.Mate”, eklärte uns Bob.

Im Klinikgebäude selbst, gab es einige Klassenzimmer, eine kleine Bibliothek und ein charmantes Kräuterregal - westliche Naturheilkunde und chinesische Heilkunst. Kundinnen besuchen den Laden und lassen sich Tees herstellen.

Als ich ein wenig mit den Angestellten plauderte, bin ich aber wieder damit konfrontiert, was mir in den USA aber auch schon in Indien immer wieder in der naturheilkundlichen Szene auffällt: Die Menschen nutzen pseudomedzinische Terminologie, sind unsicher, aber sehr, sehr leidenschaftlich bei der Sache.

Ihr Image: Hippies, super alternativ oder witchy.

Weiter
Weiter

Mönchspfeffer bei PMS: Wirkung, Dosierung und wann er wirklich passt